EDA
Gute Erlebnisse als Zielsetzung
Das Projekt EDA (Erlebnisentwicklung dänischer Attraktionen), ODA auf dänisch, fasst 38 Attraktionen unterschiedlicher Art unter einem gemeinsamen Entwicklungskonzept zusammen, mit der Absicht, durch eine gezielte Entwicklung von Kompetenzen gesunde und starke Attraktionen zu erhalten, die mit positiven Erlebnissen als Kernleistung für die Anforderungen der Zukunft gerüstet sind.
Hinter dem Projekt stehen die Stiftung für Urlaubsgeldgarantie des Arbeitsmarkts (Arbejdsmarkedets Feriefond) sowie die Stiftung für die Entwicklung des Attraktionen (Attraktionernes Udviklingsfond).
Aus Vier wurden Vierzig
In 2002 schlossen sich vier Attraktionen zu einer Initiative in Form eines Projektes zur gemeinsamen Kompetenzentwicklung auf allen Ebenen der dänischen Attraktionen zusammen. Sie gründeten die Stiftung für die Entwicklung der Attraktionen und erhielten ökonomische Unterstützung von der Stiftung für Urlaubsgeldgarantie des Arbeitsmarkts, sodass eine Weiterentwicklung des Projektes ermöglicht war.
2003 wurden alle dänischen Attraktionen aufgerufen, ihre Teilnahme am Projekt EDA, das zu diesem Zeitpunkt in konzeptioneller Form vorlag, zu beantragen. Viele zeigten Interesse. Vierzig Attraktionen wurden als Projektteilnehmer ausgewählt. Bei dieser Entscheidung wurde deren Unterschiedlichkeit in Bezug auf Typ, Größe, geographische Lage, Eigentumsverhältnisse sowie Bereitschaft zu Innovation berücksichtigt.
Im zweiten Halbjahr 2003 führten die vierzig Attraktionen die Detailplanung des EDA-Projektes durch. Zum Jahreswechsel 2003/2004 bewilligte die Stiftung für Urlaubsgeldgarantie des Arbeitsmarkts den Projektantrag. Anfang 2004 erfolgte dann der Startschuss für EDA (Erlebnisentwicklung dänischer Attraktionen).
EDA-Teilnehmer
(jetzt 38)
• Bornholm Middelaldercenter
• Fregatten Jylland
• Givskud Zoo
• Vadehavscentret (Wattenmeerzentrum)
• Tivoli
• Randers Regnskov (Regenwald)
• Gerlev Aktives Spielmuseum
• Eksperimentarium
• Hjemsted Oldtidspark (Frühgeschichte)

• Odense Bys Museer (Stadmuseen Odenses)
• Glasmuseet Ebeltoft
• Kunstmuseet Trapholt
• Historisk Forsøgscenter Lejre
• Aqua Ferskvandsakvarium
• Danmarks Japanske Have
• Hjerl Hede Frilandsmuseum
• Nordsømuseet

• Odense Zoo
• Fjordcentret Voer Færgested
• Skjern – Egvad Museum
• Skandinavisk Dyrepark (Tierpark)
• Fjord og Bælt Go under Water
• Johannes Larsen Museet
• Danmarks Saltcenter
• Kongernes Jelling

• Danmarks Keramikmuseum Grimmerhus
• Skagen By- og Egnsmuseum (Heimatmuseum)
• Kattegatcentret
• Fårup Sommerland
• Bon Bon Land
• Danmarks Akvarium
• Vikingeskibsmuseet Roskilde
• Ribe Vikingecenter
• Sommerland Sjælland
• Esrum Kloster
• Fyrtøjet et kulturhus for børn
• Arbejdermuseet
• NaturBornholm
Wettbewerb der Erlebnisse
Ein Schlüsselwort für die Attraktionen der Zukunft ist der Wettbewerb – und zwar harter Wettbewerb, sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene. Die Gäste werden erwarten und fordern, dass jede Attraktion eine Gesamtheit von Erlebnissen bietet, die positive und nachhaltige Eindrücke hinterlässt.
Die dänischen Attraktionen haben eine solide Basis; dennoch sind die Anforderungen in Bezug auf Weiterentwicklung und Innovation unerbittlich. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, haben sich erst 40 jetzt 38 Attraktionen aus dem ganzen Land zusammengeschlossen, um sich gemeinsam für die Zukunft zu rüsten. Die beteiligten Attraktionen wollen sich gemeinsam weiterentwickeln und zugleich ihre jeweiligen Bedürfnisse und Möglichkeiten gegenseitig respektieren – und letztendlich auch die Originalität, welche die Existenzgrundlage der einzelnen Attraktionen darstellt.

Kompetenzentwicklung als Kernpunkt
Den Gästen positive Erlebnisse beim Besuch einer Attraktion zu bieten ist nichts Neues. Bisher hat man allerdings dazu geneigt, das Erlebnis mit dem Staunen oder Schaudern gleichzusetzen, welches die Begegnung mit dem Fantastischen oder Furchteinflößenden auslöste.
Beim Projekt EDA herrscht jedoch die Grundeinstellung, dass sich das Erlebnis auf den gesamten Besuch bezieht – von der Eintrittskasse bis zum Ausgang. Jedes einzelne Element des Ganzen trägt dazu bei, das Erlebnis für den Gast mit zu prägen. Dies stellt große Anforderungen an alle innerhalb der Organisation – vom Aufsichtsrat und der Geschäftsleitung über die Mitarbeiter, die direkt mit dem Kunden arbeiten, bis hin zu den Aushilfskräften. Deshalb wurden die nicht greifbaren Werte der Attraktion in den Mittelpunkt gerückt, so dass die Entwicklung von Kompetenzen auf allen Ebenen den Dreh- und Angelpunkt des gesamten Projekts darstellt.
Im Rahmen des Projekts EDA werden die Mitarbeiter der Attraktionen Kenntnisse und Erfahrungen austauschen, an Studienreisen teilnehmen und eine Vielzahl der dänischen und ausländischen Kapazitäten in Bezug auf die vielen erforderlichen Kompetenzen kennen lernen.
Breite und tiefe Verankerung
Die Entwicklung von Kompetenzen bezieht sich auf alle Mitarbeiter und dient dazu, die Attraktion als Ganzes darzustellen und zu optimieren. Von jeder Attraktion sind mehrere Personen direkt am Projekt EDA beteiligt, die wiederum dazu beitragen, innerhalb der gesamten Organisation unterschiedliche Kompetenzen zu verankern.
Der rote Faden des Projekts
Der rote Faden der Aktivitäten des EDA-Projekts ist die Erarbeitung einer Strategie. Ausgangspunkt waren zwei Seminare im Frühjahr 2004 zur Strategieentwicklung, welche die Basis für das individuelle Vorbringen von Wünschen und Ansprüchen seitens der jeweiligen Attraktionen in Bezug auf die fachlichen Inhalte des Projekts EDA bilden. Während des gesamten 3 1⁄2-jährigen Entwicklungsprozesses werden die Attraktionen Ergebnisse und neue Erkenntnisse aus der Projektarbeit in ihre Strategieentwicklung einfließen lassen.

Vier Hauptelemente
• Wissen und Werkzeuge – Optimierung der Wissensgrundlage seitens der Attraktionen und Entwicklung
konkreter, für die jeweilige Attraktion geeigneter Werkzeuge zur Verwendung bei der Entwicklungsarbeit.
• Individuelle fachliche Abläufe – Basierend auf der Interviewrunde des Vorläuferprojekts wurden von den
einzelnen Attraktionen relevante fachliche Abläufe zur Sicherung der Entwicklung der
erforderlichen Kompetenzen festgelegt.
Dabei wird es sich um etwa 25 unterschiedliche Prozesse handeln. In Anbindung an die fachlichen
Abläufe werden Fallstudien und Studienreisen zu Attraktionen im In- und Ausland integriert, um den Teilnehmern neue
Kenntnisse, Methoden, Werkzeuge und neue Inspirationen zu vermitteln.
• Erfa-Gruppen – Zusammenarbeit der Projektteilnehmer im Rahmen dreier unterschiedlicher Gruppenarten,
bei denen der Erfahrungsaustausch zum gegenseitigen Nutzen ein wesentlicher Bestandteil ist.
• Implementierungssupport – Unterstützung der Projektteilnehmer bei der praktischen Umsetzung der Ergebnisse
der Projektarbeit.
Weitergabe an die Wirtschaft
Während des gesamten Verlaufs werden die Ergebnisse des Projekts EDA, d. h. neue Erkenntnisse, Werkzeuge und Erfahrungen an alle Interessenten eitervermittelt. Dies wird in erster Linie über die Projekthomepage
sowie im Rahmen von Vermittlungskonferenzen erfolgen.
Zeithorizont
Die gesamte Projektdauer umfasst vier Jahre und drei Monate. Das Vorprojekt wurde von Mai bis Dezember 2003 abgewickelt. Die 40 Teilnehmer wurden ausgewählt, und eine Interviewrunde durchgeführt, bzw. ein Projektantrag für die Stiftung für Urlaubsgeldgarantie des Arbeitsmarkts erarbeitet.
Phase 1: Januar 2004 bis Juni 2005 • Phase 2: Juli 2005 bis Juni 2006 • Phase 3: Juli 2006 bis Juni 2008
Jede Phase wird von allen Teilnehmern ausgewertet.
Auf dieser Grundlage erfolgt eine Planfeinabstimmung für die darauffolgende Phase.
Organisationsstruktur
Stiftung für Urlaubsgeldgarantie des Arbeitsmarkts
Externe Berater
Konsulenten und Lehrer
aus dem In- und Ausland
Stiftung für die Entwicklung des Attraktionen
Henrik Lehmann Andersen, Odense Zoo
Bjarne Clement, Ribe Vikingecenter
Claus Christiansen, Vikingeskibsmuseet i Roskilde
Lone Johnsen, Esrum Kloster
Sekretariatsnetzwerk:
Kim Folmann Jørgensen, Center for Oplevelsesudvikling
Jane Hansen, Center for Oplevelsesudvikling
38 beteiligte Attraktionen
Ökonomie
Die Entwicklungsarbeit wird primär durch die Stiftung für Urlaubsgeldgarantie des Arbeitsmarkts finanziert, die bis Juni 2006 27,9 Mio. DKK bewilligt hat. Hinzu kommt die Eigenfinanzierung der Teilnehmer.
Entwicklung und Erlebnisse
Der Mensch von heute wünscht Erlebnisse – und zwar möglichst Erlebnisse, die genau auf individuelle Bedürfnisse abgestimmt sind. Dabei steht vieles auf dem Spiel, denn heute geht es bei Erlebnissen nicht nur um die besonderen Highlights einer Ferienreise oder eines Ausflugs, vielmehr trägt die Zusammenstellung positiver Erlebnisse zur Identitätsbildung bei und ist ein wichtiger Bestandteil der Selbstverwirklichung des modernen Menschen. Dies stellt neue Anforderungen an die Attraktionen und bietet zugleich auch neue Möglichkeiten.
Der moderne Erlebniskonsument lässt sich nicht mehr in eine bestimmte Schublade einordnen. Das Anpassen des Angebots auf die Nachfrage der Kunden erfordert somit innovatives Denken und eine gezielte Produktentwicklung. Daher stehen neue Begriffe wie Erlebnisindustrie und Erlebniswirtschaft auf der Tagesordnung für dänische Attraktionen und den Tourismus im Allgemeinen.
Vom Einzelnen zur Masse
Das Projekt ODA bildet die Rahmen für den gemeinsamen Einsatz von 38 dänischen Attraktionen. Jede Attraktion durchläuft einen gezielten Entwicklungsprozess, wobei die Vorteile durch die Interaktion der Attraktionen erzielt werden. Gleichzeitig resultieren die Gesamtprojektergebnisse in Erkenntnissen und Werkzeugen, deren Nutzen weit über die 38 Attraktionen hinausreichen wird. Das Ziel besteht letztendlich darin, dass alle dänischen Attraktionen sowie die dänische Touristikbranche im Allgemeinen von den Bemühungen des Projekts ODA profitieren sollen.

Sie können auch unser Infohäftchen (PDF) hier runterladen.